Häufig gestellte Fragen

Bild Landstraße mit Müll

Abfallvermeidung bzw. das richtige Sammeln von Müll gehört in Österreich seit vielen Jahren zum guten Ton. Zudem ist es aber auch die gesetzliche Pflicht jedes einzelnen Bürgers, für die korrekte Entsorgung seines Abfalls Sorge zu tragen. Allerdings sind die Regelungen nach Bundesländern unterschiedlich. In Wien gilt beispielsweise das strenge Reinhaltegesetz, wonach Abfallsünder mit einer Organstrafe in Höhe von 36 € belegt werden können. Bei schweren Verschmutzungen kann es auch Anzeigen mit Strafen bis zu 1.000 € geben.

Die österreichische Wirtschaft startete 2012 im Rahmen einer freiwilligen Selbstverpflichtung die Initiative „Reinwerfen statt Wegwerfen“. Sie unterstützt damit neben der getrennten Verpackungssammlung und einer weiteren Steigerung des Recyclings auch Maßnahmen zur Vermeidung bzw. Verringerung von Littering. Diese Initiative ist für drei Jahre vorgesehen. Die Umsetzung erfolgt unter Einbindung der ARGE Nachhaltigkeitsagenda der Wirtschaftskammer Österreich durch die Altstoff Recycling Austria AG (ARA).

Ein Großteil des weggeworfenen Abfalls wird ohnedies durch die Straßenreinigung und verschiedene Flurreinigungsaktionen beseitigt. Es ist aber unvergleichbar mühsamer, den Müll – zum Beispiel am Straßenrand, in Wiesen und Wäldern – wieder einzusammeln, als ihn bis zum nächsten Mistkübel mitzunehmen. Grundsätzlich gilt es auf die Reduzierung von Abfällen zu achten bzw. den anfallenden Müll in die dafür vorgesehenen Behälter zu entsorgen.

Nach Expertenmeinung fokussiert sich das Problem auf neuralgische Punkte wie öffentliche Plätze, Verkehrsumschlagplätze, das Gebiet rund um Lokale und Take-away-Restaurants sowie entlang stark befahrener Straßen.

Laut Bundesabfallwirtschaftsplan 2011 werden 63% des gesamten österreichischen Abfallaufkommens wieder verwertet und zu neuen Produkten verarbeitet. 14% gelangen zur thermischen Behandlung und 23% werden anderweitig behandelt. Von den über die ARA gesammelten Verpackungsabfällen werden mehr als 85% recycelt und so wieder zu neuen Produkten verarbeitet. Der Rest wird als wertvoller Brennstoff für die Industrie oder für Fernwärme verwendet.

Altpapier wird wieder zu neuen Papierprodukten wie Verpackungen, Druck- oder Hygienepapieren verarbeitet. Papiererzeugnisse können so zu einem sehr hohen Anteil, manchmal sogar zur Gänze aus Altpapier hergestellt werden.

Die gesammelten Kunststoffverpackungen werden überwiegend sortenrein zur stofflichen Verwertung übergeben. PET-Flaschen werden dank des Bottle-to-Bottle-Recyclings großteils wieder zu neuen Getränkeflaschen verarbeitet. Ein kleiner Teil kommt in der Produktion von Fasern zum Einsatz.

Aus gebrauchten Lebensmittel- und Tierfutterdosen, Speiseöldosen oder Farbeimern werden hochwertiger Baustahl, Waschmaschinengehäuse, Auto- und Flugzeugkomponenten oder Eisenbahnschienen.