Tatort: Autobahn

Neben Straßen wird häufig Abfall achtlos weggeworfen. Laut einer Analyse der ARA sind mehr als zwei Drittel davon Restmüll und sonstige Abfälle.

Littering – also das achtlose Wegwerfen von Abfällen an öffentlichen Plätzen und in der Natur – wirkt nicht nur negativ auf Mensch und Umwelt, sondern verursacht auch enorme Kosten. Bewusst gelittert wird hauptsächlich an Orten, wo sich bereits Müll befindet oder eine hohe Anonymität dafür sorgt, dass Frau oder Herr Österreicher sich nicht ertappt fühlen. Hierzu zählen leider auch die österreichischen Autobahnen und Schnellstraßen. Laut einer aktuellen Statistik der ASFINAG landeten 2018 in Summe rund 8.700 Tonnen Abfall nicht in einem dafür vorgesehenen Container oder Mistkübel. Anders ausgedrückt: Der Müll wurde einfach achtlos an Ort und Stelle „entsorgt“. Im Vergleich zu 2017 stieg das Müllaufkommen stark an, damals wurden neben Straßen und auf Rastplätzen rund 6.760 Tonnen Abfall achtlos weggeworfen.

Dass es sich bei gelitterten Abfällen hauptsächlich um Restmüll handelt, zeigt eine Untersuchung der ARA. Hierfür wurde die Zusammensetzung des Sammelmaterials von Flurreinigungen in ganz Österreich im Jahr 2019 untersucht. Während 76 % aus der Kategorie „Restmüll und sonstige Abfälle“ stammen, machen Verpackungen rund 24 % der Gesamtmasse des Litterings aus. Wenn man so will, ist das ein positiver Aspekt. Denn: Das Bewusstsein, dass eine gebrauchte Verpackung kein Müll, sondern ein wertvoller Sekundärrohstoff für neue Verpackungen oder andere Produkte ist, steigt in Österreich an. 

Mehr zum Thema Anti-Littering ist in der neuesten Ausgabe von "trennt" - die Fachzeitung der Altstoff Recycling Austria AG (ARA) zu lesen.

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Quellen: ASFINAG und ARA bzw. Flurreinigungsaktion „Wir räumen auf: Miteinand!“ Coca­-Cola Österreich