Tanz durch den Tag Mai 2014

Gefördert

  • Kooperationspartner: TrashBar - Kulturverein zur Förderung eines nachhaltigen Umweltbewusstseins
  • Ort: Wien, Österreich
  • Datum: 18.04.2014 bis 16.05.2014
  • Datum: 13.12.1901 bis 13.12.1901
  • Personaleinsatz: 18
  • Homepage

Beschreibung

Der junge Kulturverein TrashBar spezialisiert sich im Sinne zur Förderung eines nachhaltigen Umweltbewusstseins auf Litteringvermeidung bei Open Air Festivals.

- Die korrekte Mülltrennung soll bewusst als Ressourcenschonung betrachtet werden.
- Wir bieten zahlreiche kreative Anstöße, unter anderem Workshops und Performances, um sich den Thematiken wie Umwelt, Abfall, Nachhaltigkeit kurz- oder langfristig zu widmen.
- In unserer Basis werden Informationen, Broschüren, Bilder, Installationen etc. ausgelegt
- Es wird dadurch eine kritische Definitionshinterfragung erzielt.
- Wir wollen gemeinsam mit den Veranstaltern, Crew und Gästen im Kollektiv etwas bewirken.
- Es soll Eigenverantwortung gestärkt und weiterentwickelt werden: „Reinwerfen statt Wegwerfen“

Dies wird durch das TrashBar-typische Auftreten erreicht. “Charmant provokant“ ist unser Leitspruch und bedeutet „Erzieherisch amüsant“. Dieses Thema zieht sich durch unser gesamtes Auftreten. 

Die Organisaition der Crew:
- Unsere strukturelle Rahmenbedingung basiert auf der Unterstützung freiwilliger Mitarbeit der Crew, aus welchem Grund wir sehr um die gute Umsorgung, folglich für ein angenehmes Arbeitsklima bemüht sind.
- Durch verschiedene Organisationsfelder kann sich ein jeder in seinem Interessensbereich beschäftigen und seine kreative oder handwerkliche Energie einbringen.
- Die Anzahl der Mitwirkenden liegen bei 30, jeder ist in seinem Spezialgebiet tätig.
- Durch die Einbindung der TrashBar als wertgeschätzte Abfallmanager verleiht das dem gesamten Team das Gefühl, Teil eines großen Veranstaltungorganismus zu sein und im Kollektiv zusammenzuarbeiten.
- Durch unser auffallendes Auftreten und den dadurch entstehenden direkten Kontakt schaffen wir den Anreiz zur aktiven Mitarbeit der Festivalbesucher.

Was ist der kreative und neuartige Ansatz, der zur Problemlösung bzw. Zielerreichung führen soll?
- Eine unserer Ideologien ist die aktive Umsetzung und Nutzung des Upcycling Begriffes. Aus diesem Grund werden in unserer Basis hauptsächlich Einrichtungen/Möbel genutzt, welche sonst im Abfall gelandet wären.

Ziele/Zielgruppen
Während der Veranstaltung sowie nachher sollen die Ziele sein, das Gelände inklusive Zigarettenstummel sauber zu halten, den entsorgten Abfall durch die Kooperation der Gäste und Veranstalter getrennt in den vorgesehenen Abfallgefäße vorzufinden und durch die Bewusstwerdung des sauberen Zustandes, vor allem untertags, eine langfristige Verhaltensänderung herbeizurufen.
Dieses wird durch die Stärkung der Eigenverantwortung eines Jeden angestrebt und soll der ausschlaggebende Antrieb sein und bleiben.

Welche Messkriterien gibt es dafür?

Quantitativ:
Abfallaufkommen durch folgende Abfallgefäße:
- Es werden 38 Container an der Anzahl von der ARA bestellt:
Volumen von 1200L von folgenden Altstoffen: 12 Alu, 10 PET, 10 Glas, 6 Papier
Volumen von 240L von folgenden Altstoffen: 3 Papier, 3 Alu, 3 Glas
- 2 Mulden zu jeweils 30 m³ für Restmüll werden von der MA48 bestellt.
- 15 4er-MüllTrennStation zu jeweils einem Müllsack für Alu, PET, Glas, Rest.
- 50 Aschenbecher werden verteilt, 60 Ausleerungen pro Tag

- Anzahl der Personen durch Schätzung.

Qualitativ:
- Sauberkeit des Geländes ist ein maßgebendes Messkriterium, da wir dadurch das Verantwortungsbewusstsein der Gäste mitverfolgen können.
- Interesse durch unsere aufliegende „Fan Liste“, in welche sich ein Teil der interessierten Gäste eintragen kann.
- Persönliches oder Schriftliches Feedback der Gäste sowie der Veranstalter.
- Anzahl der Vernetzungen mit interessierten Personen zum Beispiel Private, evtl. zukünftige Crew, Künstler, Veranstalter usw.

Welche Zielgruppen sollen angesprochen werden?
Die Zielgruppen teilen sich in Gäste, deren Selbstverantwortung intensiviert werden soll, Veranstalter, welche unser Tun wertschätzen sowie unsere Crew, die eine Freude an der Mithilfe hat und hoch geschätzt wird.

Zeitverlauf / Geplante Vorgehensweise / Erwartete Ergebnisse
Umsetzungsbeginn: 18.4.2014
Dead Line Bestellung der Müllgefäße: 2.5
Aufbau: 8.5.
Veranstaltungsbeginn: 9.5. 12:00 Uhr
Veranstaltungsende: 11.5. 2:00 Uhr
Fertigstellung des Projekts: 16.5.2014

Nachhaltigkeit
Wie groß ist die Breitenwirkung des Projektes, wie viele Personen können damit erreicht werden?
Auf Grund der Positionierung unserer Basis werden alle Besucher des Festivals erreicht. Die Anzahl der Besucher, welche mit der U2 anreisen, ist gezwungen, über eine Brücke zu gehen, um auf das Festivalgelände gelangen. Am Ende der Brücke ist die TrashBar Basis positioniert.
Jene Besucher, die mit dem Rad von der anderen Seite ankommen, werden mit Schildern begrüßt. 

Wie trägt das Projekt zur nachhaltigen Vermeidung bzw. Verringerung von Littering bei?
Die Kooperation mit Tanz durch den Tag trängt insofern zur nachhaltigen Vermeidung von Litteirng bei, als es durch unsere provokant charmante Präsenz und den künstlerischen Einlagen einen nachhaltigen Gedanken den Besuchern mit nach Hause gibt.

Nicht zu vergessen sind auch die Personen, die ihre Freizeit auf der Donauinsel verbringen und zufällig über das Festival stolpern. Durch unsere augenscheinlichen Accessoires am gesamten Gelände entsteht bei dem zufälligen Besucher ein positives Bild der feiernden Jugend.

Zielerreichung

-Das Littering Problem ist durch die aktive Mitarbeit der Gäste und des Veranstalter Teams gelöst worden. Durch die strategische Positionierung der verschiedenen Trennbehältnisse (PET, Alu und Glas) am Ufer waren die Container gut sichtbar und eine offensive Aufforderung den mitgebrachten Abfall fraktionsgerecht und eigenständig zu entsorgen. Dementsprechend war außerhalb des Geländes kaum bis kein Müll mehr zu finden, während als auch nach dem Festival. Die Container waren zu 65% sortenrein. -Der „Tschickstummel-Service“ wurde sehr gut angenommen. Dabei sind TrashBar Mitglieder mit einem riesigen Aschenbecher durch die sitzende Menge gewandert und haben die Menschengruppen aufgefordert ihre gesammelten Zigarettenstummel zu entsorgen. Während dessen haben wir die Message verbreitet leere Zigarettenpäckchen oder ähnliches als temporäre Aschenbecher zu verwenden.

Nachhaltigkeit

Wir schätzen die Nachhaltigkeit auf hoch: -Bewusstseinsschaffung durch upgecycelten Aschenbecherständer, welche am Weg von der Ubahn Station bis zum Gelände, als auch am Gelände selbst aufgestellt waren. Die Hälfte dieser Ständer wurden von den Gästen mitgenommen, dies deutet auf ein hohes Interesse hin und die Message einen Nachhaltigkeitsgrad aufweist. -Bewusstseinsschaffung durch die gratis Vergabe von Taschenaschenbechern ist bei den Gästen sehr gut angekommen. 1500 Stück waren schnell verschenkt. Eine Nachhaltigkeit ist durch die Mitnahme und Wieder/Weiterverwendung gegeben. -Durch das Kostüm „Der lebende Zigarettenstummel“ haben wir ca. 75% der Festivalbesucher erreicht. -Ein spontaner professioneller Bandauftritt vor der TrashBar Basis nach Beendigung des Festivals am Samstag hat ca. 200 Gäste noch bei der Basis gehalten und einen bleibenden Eindruck hinterlasse.

Wieviele Personen konnten mit der Aktion erreicht werden: 17000

Kosten-Nutzen-Relation

-Durch unser Müllmanagement der Container sowie unsere präventive Performancegestaltung wurde das Littering auf ein Minimales gemindert, welches zu einem sehr geringen Zeitaufwand und Personaleinsatz für die Geländebereinigung geführt hat. -Kosten sind unter anderem durch den Transport des Equipements entstanden.

Feedback

-Die Kooperation mit Reinwerfen war reibungslos und äußerst hilfreich. -Die Säcke sind auf Grund ihrer Durchsichtigkeit ideal, nur eine Spur zu klein. -Die Arbeitshandschuhe sind hilfreich, nur wasserdurchlässig. -Die Antragsstellung für ein Fördergeld ist simple über die Website einzureichen. Wir freuen uns sehr über die finanzielle Unterstützung, die jedoch retrospektiv auf Grund der extrem hohen Gästeanzahl leider in geringer Relation steht.

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