Pressegespräch zu den bisherigen Ergebnissen der Buglkraxn-Ecken

Gefördert

  • Kooperationspartner: Abfallwirtschaftsverband Leoben
  • Ort: Leoben, Steiermark
  • Datum: 06.06.2013 bis 09.10.2013
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Beschreibung

Die Buglkraxn-Ecken in den Altstoffsammelzentren - ein regionales steirisches Erfolgsmodell zum Thema "bewusst handeln statt wegwerfen"

In den Altstoffsammelzentren der Gemeinden St. Peter-Freienstein, Traboch, Trofaiach und Vordernberg gibt es sogenannte Buglkraxn-Ecken, benannt nach dem sozialintegrativen Unternehmen Buglkraxn aus Leoben, in denen noch gebrauchsfähige Güter von der Bevölkerung gesammelt werden und dadurch nicht als Abfall entsorgt werden müssen. In den Geschäften der Buglkraxn werden diese Gegenstände dann verkauft.

Durch diese ressourcenschonende Maßnahme konnten seit März 2012 bereits rund 5.000 kg Abfälle vermieden werden. Zur gelebten Abfallvermeidung gesellt sich noch das gute Gewissen, weil auch der soziale Aspekt enorm wichtig ist – einerseits werden Menschen durch die Abholung und den Verkauf der Re-Use-Gegenstände wieder in den Arbeitsmarkt eingegliedert, andererseits stehen finanzschwächeren Mitbürgern noch voll funktionstüchtige Waren zu einem niedrigen Preis zur Verfügung.

Zu diesem Gesamtkonzept gehört auch ein einheitliches Auftreten bei der Beschilderung der Buglkraxn-Ecken, die sich auch durch die Öffentlichkeitsarbeit zieht, sowie Aktionstage zu einzelnen Produktgruppen wie z. B. Spielwaren oder Fahrräder. Gut motivierte und informierte Gemeindemitarbeiter in den Altstoffsammelzentren beraten außerdem die Anlieferer und sortieren die Re-Use-Waren aus. Der Bevölkerung wird damit deutlich bewusst gemacht, wie einfach Abfallvermeidung mit ein paar Handgriffen umgesetzt werden kann.

Zur Präsentation der bereits erzielten Abfallvermeidungsergebnisse gibt es am 9. Oktober 2013 im Umweltzentrum Trofaiach ein Pressegespräch. Auf der Re-Use-Couch nehmen nicht nur die Bürgermeister der beteiligten Gemeinden Platz, sondern auch Vertreter der Landesregierung und des Dachverbandes der steirischen Abfallwirtschaftsverbände sowie des Abfallwirtschaftsverbandes Leoben und der Buglkraxn.

Ziele/Zielgruppen:

Vorrangiges Ziel ist die Abfallvermeidung durch Rückführung noch gebrauchsfähiger Güter in den Konsumkreislauf sowie der sozialwirtschaftliche Aspekt der Wiedereingliederung arbeitsloser Menschen in den Arbeitsmarkt.
Als Messkriterien dienen die Qualität und Menge der re-use-fähigen Gegenstände, die aus den Anlieferungen in den Altstoffsammelzentren aussortiert werden.
Zielgruppe sind die Gemeinden und die Bevölkerung im Verbandsbereich Leoben – das sind immerhin mehr als 64.000 Menschen.

Zeitverlauf:

Die Vorbereitungen zum Pressegespräch laufen seit Juni auf Hochtouren. Derzeit wird an einer Informationsbroschüre gearbeitet, die die bisher erreichten Ergebnisse darstellt, die Öffentlichkeitsarbeitsmaßnahmen im Corporate Design zeigt und auch die Beweggründe der bisher involvierten Kooperationspartner aufzeigt.
Das Pressegespräch selbst findet am 9. Oktober in Trofaiach statt. Auf der Re-Use-Couch nehmen Vertreter der Stmk. Landesregierung, des Dachverbandes der steirischen Abfallwirtschaftsverbände sowie der Kooperationspartner Platz. Eine Moderatorin/ein Moderator leitet das Gespräch und bietet der Presse die Möglichkeit, Fragen zu stellen. Das Catering wird von den Gemeindebäuerinnen übernommen, die Restlrezepte kochen werden. Die Bestuhlung sowie das Geschirr werden Re-Use-Waren sein, die im Anschluss gleich von der Buglkraxn mitgenommen und in deren Geschäften zum Verkauf angeboten werden.
Wir erwarten uns eine ausführliche Berichterstattung und natürlich eine weitere Zunahme der Sammelmenge, was wiederum einen Anstieg der vermiedenen Abfallmengen bedeutet.

Nachhaltigkeit:

Mit diesem Pressegespräch wollen wir über die Einwohner der bisher beteiligten Gemeinden (rund 16.000) hinausgehen und auch die anderen Verbandsgemeinden motivieren, eine Buglkraxn-Ecke im jeweiligen Altstoffsammelzentrum einzurichten. Diese innovative Möglichkeit zur Abfallvermeidung – der beste Abfall ist immerhin der, der erst gar nicht entsteht – bietet uns eine sehr einfache Gelegenheit, Bewusstseinsbildung auf hohem Niveau zu betreiben. Durch die persönlichen Gespräche in den Altstoffsammelzentren ist das Ergebnis sehr nachhaltig, da dem Anlieferer anhand seiner eigenen Gegenstände demonstriert wird, wie leicht Abfallvermeidung und soziales Engagement verbunden werden können.