Zam.wachsen

Gefördert

  • Kooperationspartner: GLOBAL 20000
  • Ort: Wien, Wien
  • Datum: 13.01.2017 bis 13.12.2017
  • Datum: 13.12.1901 bis 13.12.1901
  • Personaleinsatz: 4
  • Homepage

Beschreibung

Durch ein zielgruppengerechtes Bildungsangebot können künftig bestimmte Abfallmengen vermieden, die Umwelt durch richtige Mülltrennung geschont sowie auch die Konsumwelt durch bewusstes Einkaufen positiv beeinflusst werden. Das Projekt setzt sich aus vier Modulen zusammen:

 

- Umweltschutz allgemein: Ausflug in ein Naturschutzgebiet/Wald/Auen, nationale und EU-weite Naturschutzbestimmungen (Nationalparks, Natura 2000, etc.)

 

- Abfall: Ausflug zu Recyclinghöfen, Picknick im Park (inkl. Abfallvermeidung und Lernen der Konsequenzen für die Umwelt)

 

- Ernährung: Kochkurse mit regionalen und saisonalen Zutaten; Kräuterpflanzen (in- oder outdoor)

 

- Konsum: Up-Cycling Workshop mit Gebrauchtkleidung und anderen Materialien

 

Durch das Projekt gelingt es, einen zusätzlichen Mehrwert der Integration zu schaffen, das Umweltbewusstsein der Zielgruppe zu erhöhen, das Image der Zielgruppe zu verbessern und damit

zu einem entspannteren Umgang im Zusammenleben mit MigrantInnen und Flüchtlingen beizutragen. Die Erfahrungen aus unserer Pilotphase konnten schon in die Entwicklung eines längerfristigen Projekts einfließen und damit für 2015 und 2016 eine Weiterführung und Ausweitung auf zusätzliche Standorte mit verstärkter Einbeziehung der einheimischen Bevölkerung herbeiführen. Im Sommer 2016 konnte bereits die geplante 1. Workshopreihe an den Standorten des Vereins menschen.leben in Niederösterreich und Tirol und erstmals in Wien und in der Steiermark

durchgeführt, sowie mittlerweile die zweite Workshopreihe gestartet werden.

Im Herbst 2016 konnten wir eine Umweltpädagogin für das Projekt gewinnen, die durch ihre Tätigkeit als Deutschtrainerin in Deutschkursen für Flüchtlinge und MigrantInnen Workshops zu Mülltrennung und Abfallvermeidung abhaltet, da sich diese Themen hervorragend eignen, um die deutsche Sprache zu lernen und gleichzeitig auch einen Einblick in den österreichischen Umgang mit Müll und Recycling zu bekommen.

Zielerreichung

Durch die enge Zusammenarbeit mit dem Verein menschen.leben war der Zugang zur Zielgruppe direkt gegeben. Insgesamt wurden 20 Workshops mit Gruppen von Flüchtlingen/ MigrantInnen an 11 Standorten des Vereins durchgeführt: Baden, Gänserndorf, Deutsch Wagram, Purkersdorf, Startpaket Deutsch Wiener Neustadt, Startpaket Deutsch Baden, Startpaket Deutsch Gänserndorf (NÖ) Strass im Ziller, Zell am Ziller (Tirol), Loipersdorf (Steiermark) und Wien. Außerdem haben wir noch drei Workshops zu Recycling und Upcycling in der Schule für Flüchtlingsmädchen "Qualify for Hope" abgehalten, die Teil des Jugendcollege für Flüchtlinge der Stadt Wien ist. Durch das Projekt konnten folgenden Zielsetzungen erfolgreich nachgekommen werden: - Menschen mit Flucht- und Migrationshintergrund erhöhten ihr Bildungsniveau in Bezug auf Umweltschutz - Die Einrichtungen nahmen ein vermehrtes Bewusstsein für Abfallvermeidung, Mülltrennung und richtige Entsorgung wahr - Die positive Wahrnehmung/ Akzeptanz der Zielgruppe in der Öffentlichkeit ist gestiegen Messkriterien : - Reduktion von Restmüll in den Standort den Veriens menschen.leben und Verbesserung der Mülltrennung - Feedbackbögen nach Teilnahme an Workshops, Exkursionen, Events

Nachhaltigkeit

Die nachhaltige Wirkung des Projekts ist prinzipiell als hoch einzustufen. Ein Multiplikatoren-Effekt ist sowohl durch das Nachwirken und als auch die Weiterbetreuung nach Projektende abzusehen. (Weiterverwendung der Unterlagen, Nutzen des erlernten Wissens etc.) Für die Dringlichkeit und hochwertige Qualität des Projekts spricht auch die Ausweitung der Förderung durch das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft im Jahr 2017 und eine Förderung durch das Land Niederösterreich für die Weiterentwicklung des Projekts. Erwähnenswert sind außerdem externe Anfragen für unser entwickeltes Workshop-Angebot von anderen Flüchtlingsbetreuungseinrichtungen. Zudem wurde der Österreichische Integrationsfonds auf das Projekt aufmerksam und hat uns angeboten im Rahmen der Wertekurse 10 Umweltbildungsworkshops abzuhalten. Daran anschließend wird in kürze die Publikation „Umwelt und Nachbarschaft“ erscheinen, für die wir Texte zu den Themen unserer Workshops beigesteuert haben. Außerdem wurden diesen Juli TrainerInnen des ÖIF in einem Train the Trainer Workshop von uns auf die Umsetzung des Themas Umweltschutz in Österreich für den Wertkurs ausgebildet. Da wir im Laufe des Projekts festgestellt haben, dass sich Umweltschutzthemen und dabei vor allem auch das Thema Abfall und Recycling sehr gut für den Sprachunterricht eignen, planen wir das Projekt in den nächsten Monaten noch einen Schritt weiter zu entwickeln. Die vorhandenen Workshops sollen in ein Deutsch Unterrichtskonzept gegossen und in ein theaterpädagogisches Konzept eingebunden werden. Dieser gebrauchsbasierte Sprachlernansatz soll den traditionellen und systematischen Fremdsprachenunterricht ergänzen, der sich überwiegend der Schriftsprache zuwendet und sich daher vor allem an formalen und strukturellen Aspekten der Sprache orientiert. Der theaterpädagogische Ansatz baut auf den Prinzipien des gebrauchsbasierten Sprachlernansatzes auf. Kommunikation und pragmatischer Sprachgebrauch stehen im Vordergrund. Die Lernenden sollen in theaterpädagogischen Situationen vor allem Sprechen – in unserem Fall über Umweltthemen - , was im traditionellen Fremdsprachenunterricht manchmal zu kurz kommen kann. All dies ist als Indikator für ein auch zukünftig verstärktes Interesse an dem Schnittthema Integration und Umwelt zu werten.

Wieviele Personen konnten mit der Aktion erreicht werden: 269

Kosten-Nutzen-Relation

Der Nutzen des Projekts ist im Verhältnis zu Kosten und Personaleinsatz als sehr hoch einzustufen. Nicht nur durch die rege Teilnahme an den jeweiligen Standorten, sondern auch durch die hohen Multiplikatoreneffekte gegeben. Die Zusammenarbeit zwischen GLOBAL 2000, UmweltpädagogInnen und dem Verein menschen.leben stellte sich als äußerst nutzbringend heraus und führte zu wertvollen Synergieeffekten zwischen den Beteiligten. Besonders hervorzuheben ist die klare Aufgabenverteilung, die zu einer effizienten Durchführung des Projekts führte: GLOBAL 2000: Gesamtkoordination, Entwicklung der Module, administrative Betreuung des Projekts, Weiterentwicklung und Berichtslage, Medienarbeit auf nationaler Ebene; UmweltpädagogInnen: Mitentwicklung/ Anpassung der Module, Durchführen der Workshops, Durchführen der Evaluierung; Verein menschen.leben: Koordination der Standorte, Auswertung der Evaluierungsbögen, Medienarbeit auf regionaler Ebene; Während der Durchführung wurde außerdem von den WorkshopleiterInnen auf besondere Kosteneffizienz Wert gelegt (Wiederverwendung von bereits erstellten Materialien, Recyclingelemente für Aktivitäten, günstige Anreise und Umsetzungsmöglichkeiten der Workshops).

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