CleanClass

Gefördert

  • Kooperationspartner: Abfallwirtschaftsverband Osttirol, Gerhard Lusser
  • Ort: Lienz, Tirol
  • Datum: 21.09.2011 bis 30.06.2012
  • Homepage

Beschreibung

2009 hatte ich im Rahmen des Osttirol weiten Projekts "Osttirol gegen Gewalt" auch einige Vorträge in Bezug auf Abfall und Gewalt. Dabei vertrete ich die Theorie, dass in einem angenehmen (sauberen) Lebenraum weniger Aggressionen auftreten. In einem Gespräch mit der damaligen Direktorin der Polytechnischen Schule Lienz, vereinbarte ich einen Termin zur "Schulung" der Schüler zur Abfalltrennung, da der Abfall überall war nur nicht im Abfallsystem. In jeder Klasse war auch nur ein Restmüllbehälter und ein Altpapierbehälter. Mit der Anschaffung eines einheitlichen Trennsystem für jede Klasse und einem zweistündigen "Power-Unterricht" motivierte ich die Schüler zu dem Projekt Sauberste Klasse mit dem ersten Auftag einen richtig "geilen" Namen (inkl. Logo) für dieses Projekt zu suchen, der auch für die nächsten Jahre gültig ist. Das Logo (inkl. Namen) gewann ein BigMac-Menü für zwei.

Festgelegt wurde, das es zwei Siegerklassen geben wird - eine zum Halbjahr und eine zum Schuljahresende.

In den Startup-Stunden werden immer Plakate von Neapel aufgehängt und erklärt, dass die Abfälle die man nicht sieht (auf den Kästen, hinter der Tafel oder unter den Tischen) nicht einfach verschunden sind. Diese den Jugendlichen zu zeigen und eigene Vorschläge bringen zu lassen motiviert die Klassen enorm. Mit der Aussicht auf einen McDonald-Gutschein oder einen Kinobesuch motiviert aber auch die Lehrer "ihre" Klasse als Gewinnerklasse zu sehen.

Zielerreichung

Die Klassen sollten sauberer werden und vielleicht auch die Schüler ein wenig ruhiger. Beide Ziele wurden/werden erreicht. Für die "ruhigeren Klassen" muss ich mich auf die Rückmeldung der Lehrer verlassen, aber in Bezug auf Sauberkeit sind die Bilder mehr als ein guter Beweis. Waren bei der ersten "Kontrolle" unter fast jedem Tisch 2 - 10 Kaugummis, finden wir heute in der ganzen Klasse hin und wieder ein bis zwei. Auch die Kästen und Pinnwände sind top in Ordnung, und Abfälle sind so gut wie keine auf dem Boden. Ein weiteres Ziel, welches zu Projektbeginn nicht definiert war, - weniger Litteringabfälle auf dem Weg zum nahegelegenen Sparmarkt - wurde nebenbei erreicht.

Nachhaltigkeit

Das angestrebte Ziel wurde erreicht. Die gesamte Schule und auch das Umfeld der Schule sind weniger verunreinigt. Laut Hausmeister werden ca. 50 Überstunden (von Reinigungskräften) eingespart und Reparaturkosten wurden auch reduziert. Laut Schülern (und Rückmeldungen von Eltern) wird dieses Thema auch zu Hause noch diskutiert bzw. besprochen.