Bleib sauber - mit Tat und Wort

Gefördert

  • Kooperationspartner: Marktgemeinde Lustenau (Projektdurchführung durch Verein FÜR*WORT und Netzwerk Psychologie und Umwelt)
  • Ort: Lustenau, Vorarlberg
  • Datum: 05.05.2015 bis 31.12.2015
  • Datum: 13.12.1901 bis 13.12.1901
  • Personaleinsatz: 12

Beschreibung

Eine Wanderausstellung zum Thema Abfall - spielerisch erarbeitet, zusammengestellt, kreativ aufgearbeitet und erklärt von SchülerInnen aus 3 Schulen.

Drei Lustenauer Schulklassen gestalten in einer Workshopreihe eine Wanderausstellung rundum das Thema Abfall. Die SchülerInnen werden zunächst in einem Workshops in die Abfallthematik eingeführt und setzen sich in einem “Feldexperiment” oder einer Exkursion mit einem Aspekt, z.B. Littering, richtige Abfalltrennung und -vermeidung, vertieft auseinander. Dabei sammeln die SchülerInnen Daten, Fakten und Meinungen zum Thema.

Feldexperimente und Exkursionen:
- Interviews mit PassantInnen zum Thema Littering
- Marktstand am Lustenauer Wochenmarkt mit einem Abfalltrennspiel
- Sammeln von herumliegendem Abfall und Erstellung einer „Littering Landkarte“
- Exkursion zu Loacker Recycling

Zusätzlich führt jede SchülerIn ein „Abfalltagebuch“, in dem persönliche Erfahrungen rundum die Themen Littering und Abfalltrennung festgehalten werden. Die Abfalltagebücher werden aus Abfall einer Druckerei hergestellt und von den SchülerInnen kreativ gestaltet.

Die gewonnenen Informationen werden mit KünstlerInnen, PädagogInnen und ehrenamtlichen HelferInnen zu einer Ausstellung verarbeitet, die neben Informationspostern, Zeichnungen und Dokumentation der Experimente auch eine Abfalltrennstation und selbst kreierte Anti-Littering Slogans und Plakate enthalten wird.

Nach einer öffentlichen Vernissage im W*ORT wandert die Ausstellung durch die Lustenauer Schulen. In jeder Schule werden freiwillige Kinder zu Ausstellungsguides ausgebildet, die interessierte Klassen durch die Ausstellung führen.

Durch diese Vorgehensweise setzen sich 3 Schulklassen sehr intensiv mit dem Thema Littering und Abfalltrennung auseinander. Die Ausstellung ermöglicht es zudem, weitere SchülerInnen und LehrerInnen über das Thema Abfalltrennung und Littering zu informieren und zu einem bewussteren Umgang mit Abfall anzuregen.

Um das Projekt auch nach außen sichtbar zu machen, erfolgt eine Pressearbeit über soziale Medien und in Zusammenarbeit mit der Öffentlichkeitsarbeit der Marktgemeinde Lustenau.

Ziele / Zielgruppen
Direkte Zielgruppen:
SchülerInnen und LehrerInnen in Lustenau sollen über das Thema Littering und Abfalltrennung informiert und zu einem bewussteren Umgang mit Abfall angeregt werden.

Indirekte Zielgruppen:
- Die Eltern und Geschwister der SchülerInnen
- PassantInnen, die von den Schülerinnen interviewt werden
- Besucher der Vernissage
- Menschen, die Informationen über das Projekt in der Presse lesen

Zeitverlauf / Geplante Vorgehensweise / Erwartete Ergebnisse
Mit drei ausgewählten Schulklassen werden in den Räumlichkeiten des Vereins FÜRW*ORT oder im Feld jeweils drei bis vier Workshops veranstaltet und die Ausstellung gestaltet.
Mai 2015: Workshop 1: Erarbeitung der Themen Littering, Abfalltrennung und -vermeidung mittels Präsentation, Gruppenarbeiten und Spielen; Vorbereitung Feldexperiment und Interviews
Juni 2015: Workshop 2 - Feldexperiment/Exkursion: Abfalltrennspiel mit PassantInnen am blauen Platz, Abfallsammelaktion mit Littering-Landkarte, PassantInneninterviews zum Thema Littering, Exkursion zu Loacker Recycling
Juni 2015: Workshop 3: Aufbereitung der gesammelten Infos und Auswertung der Feldexperimente; Besprechung der konkreten Inhalte und Gestaltung der Poster
Juli 2015: Workshop 4: Künstlerische Gestaltung der Poster
September 2015: Vernissage im W*ORT, Schulung der Ausstellungsguides
September 2015 – Dezember 2015: Wanderung der Ausstellung durch die Lustenauer Schulen

Nachhaltigkeit
Die Hauptzielgruppe dieses Projektes ist mit Absicht recht jung angesetzt, um einen Welleneffekt zu erzielen – wenn die Kinder die gelernten Informationen mit nach Hause bringen und andere informieren. Durch das führen des Abfalltagebuchs befassen sich die Kinder über einen längeren Zeitraum regelmäßig mit den Themen Littering und Abfalltrennung und werden zur Reflexion des eigenen Verhaltens angeregt.
Durch dieses Projekt besteht die Möglichkeit, viele Lusenauer SchülerInnen für das Thema zu sensibilisieren - das Projekt hat somit eine sehr große Reichweite. Neben den Kindern befassen sich auch die LehrerInnen mit dem Thema und viele Kinder vermitteln die neu gelernten Informationen und Verhaltensweisen an ihre Eltern und Geschwister. Zudem werden durch den zentralen Stand am blauen Platz, wo PassantInnen ihre Abfalltrennkenntnisse testen können, und die Interviews mit PassantInnen noch weitere Personen mit dem Thema konfrontiert. Somit wird ein beachtlicher Teil der Lustenauer Bevölkerung zu einem bewussteren Umgang mit Abfall angeregt.

Zielerreichung

Die angesprochenen Zielgruppen - v.a. SchülerInnen und deren Familien - wurden erreicht. Dies zeigt sich unter anderem in den Rückmeldungen der teilnehmenden SchülerInnen, die berichten, dass Littering, richtige Abfalltrennung und Abfallvermeidung auch nach der aktiven Projektphase für sie noch ein Thema sind. Besonders gut ersichtlich ist die Wirkung in den Abfalltagebüchern der SchülerInnen: viele berichten davon, wie sie Menschen in ihrem Umfeld auf Littering und Abfalltrennung aufmerksam gemacht haben, herumliegenden Müll aufgenommen haben oder bewusst darauf achten, Abfall zu vermeiden. Eine Schulklasse hat sich auch vorgenommen zu erreichen, dass in ihrer Schule jede Klasse einmal im Jahr eine Müllsammelaktion rundum die Schule durchführt. Durch die Präsentation der entstandenen Ausstellung in den drei teilnehmenden Schulen werden zudem alle SchülerInnen und LehrerInnen dieser Schulen mit dem Thema konfrontiert. Die Ausstellungseröffnung fand mit vielen Eltern und Geschwistern der teilnehmenden SchülerInnen statt. Die Ausstellung wurde zudem zwei Wochen lang gut sichtbar im Lustenauer Rathaus platziert und im Gemeindeblatt beworben, sodass interessierte Personen sich über das Thema informieren konnten. Am Marktplatz wurden weitere Personen erreicht, die sich an unserem Stand über das Thema informiert haben und beim Mülltrennspiel und den Interviews zum Thema Littering mitgemacht haben. Zudem wurde in regelmäßigen Abständen im Lustenauer Gemeindeblatt über das Projekt berichtet und somit das Thema Littering, Abfalltrennung und -vermeidung immer wieder in den Mittelpunkt gestellt. Das Projektteam war auch mit einer Gruppe SchülerInnen und einem Infostand bei der Radwegeröffnung am Alten Rhein dabei – wo den Besuchern das Thema mit Spiel und Spaß erklärt wurde. Bei der Abfallsammelaktion war eine Klasse rund um ihre Schule mit Warnwesten, Abfallsäcken und Müllpickern „bewaffnet“ im Einsatz – dies machte Passanten auf die Aktion aufmerksam und sowohl die SchülerInnen als auch die begleitenden Erwachsenen kamen ins Gespräch mit den Passanten.

Nachhaltigkeit

Die teilnehmenden SchülerInnen haben sich sehr intensiv und aktiv mit den Themen Littering, Abfalltrennung und -vermeidung auseinandergesetzt. Die Aufzeichnungen in den Abfalltagebüchern der Kinder zeigen deutlich, dass sie sich das Thema zu Herzen genommen haben und an ihrem eigenen Verhalten arbeiten und sich auch zum Ziel gesetzt haben, andere Personen zu informieren und dies auch aktiv gemacht haben. Eine Klasse will in ihrer Schule erreichen, dass jede Klasse einmal im Jahr eine Müllsammelaktion rundum die Schule durchführt.

Wieviele Personen konnten mit der Aktion erreicht werden: 2000

Kosten-Nutzen-Relation

Den Nutzen im Verhältnis zu den Kosten und dem Personaleinsatz sehen wir sehr positiv. Die Materialkosten sind sehr gering ausgefallen, da bewusst versucht wurde, mit “Abfall” zu arbeiten, so wurden die Tagebücher etwa aus Papierresten einer Druckerei gemacht, die Plakate mit Abfall gestaltet und die Kleider der Modepuppen (die ausgeliehen wurden bzw. ausrangierte Puppen waren) nur aus Abfall gefertigt. Neben den Kernmitarbeiterinnen waren sieben freiwillige HelferInnen im Einsatz, wodurch auch die Personalkosten in Relation zu der Größe und der Reichweite des Projekts gering gehalten werden konnten. Durch die öffentliche Präsentation der Ausstellung, die Aktionen und die regelmäßige Berichterstattung über die Aktion im Lustenauer Gemeindeblatt (Auflage 4800 Stück), konnten außer den aktiv teilnehmenden Klassen noch viele weitere Personen erreicht werden.

Feedback

Vielen Dank für die Unterstützung unseres Projektes!