Osttiroler Müll-GANGA klären auf!

Gefördert

  • Kooperationspartner: Bezirkslandjugend Osttirol
  • Ort: Nußdorf-Debant, Tirol
  • Datum: 07.06.2015 bis 30.09.2015
  • Datum: 13.12.1901 bis 13.12.1901
  • Personaleinsatz: 41

Beschreibung

Im ganzen Bezirk werden Heupuppen oder "Vogelscheuchen" aus Müll in gelben Regenmänteln und ein Demo-Infoplakat A2 aufgestellt.

Die Bezirkslandjugend Osttirol und der AWV Osttirol wollen das Thema Littering mit einem aktionistischen Projekt in den Köpfen der Menschen (sowohl Einheimischen als auch Urlaubern) verankern. Dabei sollen unterbewusste Marker aktiviert werden. Immer wenn eine gelbe Figur in der Landschaft gesehen wird, soll daran gedacht werden, dass man selbst nichts unachtsam weg wirft – also littert.

Durch diese 100 „Eye-Catcher“ (Osttiroler GANGA) wird an den verschiedensten Orten in Osttirol auf das Problem Littering hingewiesen. Mit dem „Wiedererkennungseffekt“ wird an den „Hotspots“ (Park- und Rastplätzen), Rad- und Wanderwegen das achtlose Wegwerfen personifiziert, da in der Nähe vielleicht ein solches „Wegwerfen“ gerade erlebt wurde. Neben der Reduktion des Litterings soll dazu animiert werden, bereits weggeworfene Verpackungen zum nächsten Mülleimer zu bringen.

Durch die Heufiguren bzw. Figuren wird dem „Demonstrationsplakat“ eine Identität gegeben. So wird auch der „künstlerischen“ Kreativität der einzelnen Regionen Rechnung getragen. Andererseits wird durch den gelben Regenmantel eine einheitliche Linie verfolgt, die den Wiedererkennungsfaktor und den sogenannten „AHA“-Effekt bei der Bevölkerung und den Urlaubern fördert.

Schon bei der Umsetzung dieses Projekts wurde bei der Landjugend intern viel über das Problem Littering diskutiert und über befreundete Landjugendgruppen in Südtirol die italienische Übersetzung der Sprüche für die zweisprachigen „Demoplakate“ organisiert.

Neben dem „normalen“ Effekt auf die Bevölkerung und die Urlauber wird auch über die Medien dieses Projekt stärker wahrgenommen. Mit einem weiteren Projekt „Sei ein Sack für die Umwelt“ des AWV Osttirol im August 2015 wird diese Aktion nochmals hervorgehoben. Gewinnspiel - Selfies mit unseren Müll-Gangern können gewinnen!

Ziele/Zielgruppen
Mit diesem Projekt soll die gesamte Osttiroler Bevölkerung inkl. den Urlaubern und Gästen erreicht werden. Ein Messparameter wird die Teilnahme am AWV Osttirol-Gewinnspiel im August sein. Damit sieht man auch, wie diese Figuren wahrgenommen werden.

Zeitverlauf / Geplante Vorgehensweise / Erwartete Ergebnisse
1. Projektbesprechung mit Umweltberater (Idee) Feb. 2015
März Vorstellung des Projekts durch Obm. Wilhelmer bei den Ortsgruppen
April 2. Besprechung mit AWV Osttirol (Umweltberater); Abholung und Verteilung der Regenmäntel an die Ortsgruppen
Muster-Ganga (Musterheupuppe und "Müllscheuche")
Mai - nach Rücksprache des Umweltberaters mit der BH Lienz (Naturschutzrechtliche Bewilligung) Einholung der Einverständiserklärung aller Grundstücksbesitzer, Produktion der "Osttiroler Müll-Ganga), Antrag auf Naturschutzrechtliche Bewilligung bei der BH Lienz
6. + 7. Juni 2015 Bezirksweite Aufstellung der "Osttiroler Müllganga" und Pressekonferenz
Aug. 2015 AWV Osttirol-Projekt - Selfie-Gewinnspiel
30. Sept. 2015 Abbau und Einlagerung der "Osttiroler Müllganga"

Nachhaltigkeit
Mit der richtigen Öffentlichkeitsarbeit sollte dieses Projekt weit über die Bezirksgrenze bekannt werden. Daher ist es schwer einzuschätzen, wie viele Personen erreicht werden - geschätzt und gehoffte 100.000! Mit diesem Projekt wird auch auf den Schaden in der Landwirtschaft hingewiesen (Demoplakate) und damit auch ein zusätzlicher Aspekt gegen das Littering aufgezeigt. Vielleicht wird auch die Hemmschwelle, etwas wegzuwerfen, erhöht :-).

Zielerreichung

Schon bei der Umsetzung dieses Projekts wurde bei der Landjugend intern viel über das Problem Littering diskutiert und über befreundete Landjugendgruppen in Südtirol die italienische Übersetzung der Sprüche für die zweisprachigen „Demoplakate“ organisiert. Auch über ein grenzübergreifendes Projekt mit Süd- und Nordtirol in den nächsten Jahren wurde bei der Bezirkslandjugend Osttirol nachgedacht und so liegen schon einige Ideen in Schubladen. Wenn nur jeder 10te der früher „gelittert“ hat, dies in Zukunft unterlässt, ergibt das hochgerechnet für Osttirol über 10.000 kg weniger Abfall pro Jahr in unserer Umwelt. Neben der wirtschaftlichen Kostenersparnis lässt sich aus dieser Zahl auch die CO2-Einsparung und damit der Nutzen zum Klimaschutz errechnen. Neben all diesen Kennzahlen wurde das ursprüngliche Ziel, dass über das achtlose Wegwerfen gesprochen und diskutiert wird, erreicht.

Nachhaltigkeit

Neben der von dieser Aktion erwarteten positiven Reaktionen seitens der Bevölkerung und Urlauber fühlten sich einige Mitmenschen derart belästigt, dass sie Anzeige erstatteten. Auch in eingen Gemeinderäten wurde über den Sinn oder Unsinn dieser Aktion diskutiert. So wurde kritisiert, dass man zu den Figuren hingehen musste, um das Plakat zu lesen. Was wiederum ein Ziel dieser Aktion war - nämlich die Neugier zu wecken und sich zu informieren was diese Figuren in der Landschaft bewirken sollen.

Wieviele Personen konnten mit der Aktion erreicht werden: 50000

Kosten-Nutzen-Relation

Dadurch, dass die Landjugend den Personaleinsatz erbrachte (pro Ortsgruppe 4 - 10 Personen), konnten die tatsächlichen Kosten doch im Rahmen gehalten werden.

Feedback

Für Projekte dieser Größenordnung sollte immer schon ein Jahr vorher eine detaillierte Absprache mit der Bezrikshauptmannschaft getroffen werden, bzw. entsprechende Anträge für Standorte außerhalb geschlossener Ortschaften gestellt werden.