Man schützt nur, was man kennt!

Gefördert

  • Kooperationspartner: Konrad Guggi
  • Ort: Unterpremstätten, Österreich
  • Datum: 03.02.2015 bis 01.02.2016
  • Homepage

Beschreibung

Als Jugendbeauftragter der Stmk. Berg-und Naturwacht, Ortseinsatzstelle Lieboch, besuche ich Kindergärten und Schulen und veranstalte mit den Kindern Workshops und Seminare über die Aufgaben der Stmk. Berg- und Naturwacht, die essentielle Bedeutung des Natur- und Umweltschutzes und die Problematik des so genannten Littering. Dabei halte ich, auch mit Unterstützung meiner Lebensgefährtin, einen mit Hilfe von visuellen Mitteln spielerischen und somit aktivierenden Vortrag und erarbeite die oben genannten Themen mit den Kindern, wobei wir gemeinsam herausfinden, was jeder und jede von ihnen persönlich zum Wohle der Natur beitragen kann. Wenn die Witterung es erlaubt, gehen wir mit den Kindern auch in die Natur und lernen hautnah die heimischen und „eingeschleppten“ Pflanzen und Tiere kennen. Wir haben auch immer einen Müllsack dabei und animieren die Kinder dazu, jeden Müll, den sie finden, einzusammeln. Jedes Mal sind wir verwundert, wie viel Unrat auch nur bei einer kurzen Strecke durch die Natur gefunden wird. Nach der Rückkehr besprechen wir unseren „Müllfund“ und erarbeiten, wie er getrennt werden sollte. Vor den Kindergärten und Schulen wird der Müll eine Woche lang „zur Schau gestellt“ und dadurch auch den Eltern bewusst gemacht. Von einigen Eltern bekamen wir bereits das Feedback, dass die Kinder seit unserem Projekt jedes Mal einen Müllsack mitnehmen wollen, wenn die Eltern mit ihnen spazieren gehen.

Da wir bereits 2014 unser Projekt mit einer Unterstützung durch die Initiative Reinwerfen statt Wegwerfen erfolgreich starten und durchführen konnten, würden wir dieses aufgrund des positiven Feedbacks und zahlreichen Anfragen gerne auch 2015 weiterführen bzw. ausdehnen. Auf Basisstrukturen und -unterlagen können wir zwar zurückgreifen, aber da der Zeitaufwand (mehr als 600 Stunden) und allfällige Kosten (z.B. Kilometergeld, Druckkosten) hoch sind, wäre es schön, wenn die Initiative unser Projekt erneut mit einer Förderung unterstützen könnte.

Ziele/Zielgruppen
Zielgruppen sind vor allem Kindergarten- und Schulkinder, die durch diese Aktion Vorbildwirkung für ihre Eltern und Geschwister erlangen. Wesentlich ist, dass die Kinder durch das direkte Erlebnis des "Selbsteinsammelns des Mülls", also "learning by doing" ein nachhaltig bewusstes Verhalten entwickeln gegenüber unserer Pflanzen- und Tierwelt, über welche wir sie bei der Naturkundlichen Wanderung aufklären, denn "man schützt nur, was man kennt".

Zeitverlauf / Geplante Vorgehensweise / Erwartete Ergebnisse
Pro Woche werden Steiermark weit 2-3 Kindergartengruppen bzw. Schulklassen nach vorheriger Anmeldung besucht und das etwa 2- 3 Stunden pro Klasse dauernde Projekt durchgeführt. Durch die Kombination des Kennenlernens der heimischen Natur und des Sammelns des Mülls ist erstens der Bereich der Wanderung müllfrei, zweitens sehen die Kinder, wie viel Müll bereits nach einer kurzen Strecke vorhanden ist und drittens zeigen sie diesen stolz den Eltern, wenn sie abgeholt werden. Außerdem werden bei Veranstaltungen in Gemeinden, wie Oster- oder Jahrmärkten, Workshops abgehalten um somit auch direkt die Eltern/Verwandten der Kinder und Jugendlichen und weitere Zielgruppen erreicht.

Nachhaltigkeit
Bereits 2014 erreichten wir eine große Breitenwirkung, sowohl im direkten kommunikativen Austausch mit den TeilnehmerInnen und BesucherInnen, als auch medial durch laufende Berichterstattung auf der Homepage, in Gemeindezeitungen und vor allem durch die Nominierung des Projekts für den Elevate Award Steiermark 2014. Auch für 2015 ist eine ansprechende mediale Begleitung des Projekts geplant!

Nachhaltigkeit

Direkte Nachhaltigkeit der Seminare und Workshops: Durch die Aufklärungsarbeit über die Bedeutung der heimischen Natur und die Problematik des „Littering“ und das direkte Erlebnis des selbstständigen Einsammelns des Mülls wurde den Kindern und den Eltern oftmals erst bewusst, wie viel Müll achtlos weggeworfen wird und welche Auswirkungen dies auf die Natur hat. Durch den Bau von Tiernisthilfen aller Art werden die TeilnehmerInnen zusätzlich für die Bedeutung der Natur sensibilisiert und leisten durch das Aufstellen der Nisthilfen im eigenen Garten einen wesentlichen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt. - Gesamtanzahl der TeilnehmerInnen: ca. 1386 - GesamtbesucherInnenanzahl: ca. 35 800 Medienpräsenz: - Regionale Medien wie „Die Woche“, sowie diverse Gemeindezeitungen berichteten immer wieder über die Workshops und das Projekt. - Die „Servus-Kinder“ Zeitschrift veröffentlichte im August 2015 einen doppelseitigen Artikel über Konrads Arbeit. Außerdem wurde er im Oktober zum Steirer des Tages, einer Rubrik der Kleinen Zeitung, nominiert! - Auch in der bäuerlichen Zeitung „Neues Land“ gab es im Oktober einen Artikel, wobei Konrad auch zum „Bauer der Woche“ gewählt wurde. - In der ORF-Sendung „Steiermark heute“ gab es im Rahmen des ORF-Schwerpunkts für „Wildbienen“ einen Beitrag, in welchem Konrad als Experte für Wildbienenhotels zusammen mit Prof. Johannes Gepp vom Naturschutzbund Steiermark befragt wurde.

Wieviele Personen konnten mit der Aktion erreicht werden: 35000

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